In der vergangenen Woche hatten wir das große Vergnügen, Teil des proTechnicale-Programms zu sein. Die Initiative verfolgt das Ziel, mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern, denn sie sind in diesen Bereichen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Der Frauenanteil in MINT-Berufen liegt aktuell bei lediglich 17,8 Prozent.
Diversität stärkt Innovation
Zwar steigt die Zahl der Frauen, die sich für ein Studium in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entscheiden, kontinuierlich an, dennoch bleibt noch viel zu tun. Umso wichtiger sind gezielte Förderprogramme, die frühzeitig Interesse wecken, Orientierung bieten und praxisnahe Einblicke ermöglichen. Wir freuen uns sehr, mit Formaten wie diesem zu einer positiven Entwicklung beitragen zu können. Denn nachhaltige und innovative Lösungen entstehen dort, wo vielfältige Perspektiven und unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen.
Der Veranstaltungstag begann im Showroom des ARIC e.V.. Dort begaben sich die Teilnehmerinnen auf eine interaktive Reise durch die Welt der Künstlichen Intelligenz. Anhand verschiedener Exponate konnten sie Technologien selbst ausprobieren und erhielten einen anschaulichen Eindruck davon, wie vielseitig und anwendungsnah Deep-Tech-Innovationen heute sind.
Im Anschluss stellten Vertreter:innen des ARICs verschiedene Berufs- und Karrierewege im MINT-Bereich vor, mit besonderem Fokus auf Tätigkeitsfelder rund um Artificial Intelligence. Dabei ging es sowohl um klassische Studiengänge als auch um neue interdisziplinäre Berufsbilder an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft.
Danach führte der Weg vom Hamburger Hafen weiter in Richtung Science City Bahrenfeld. Ziel war Light & Schools, eine Einrichtung der Universität Hamburg, die sich auf innovative Wissenschaftsvermittlung spezialisiert hat.
Spannende Experimente
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen praktischer Experimente und bot einen spannenden Einblick in die Welt der Quantentechnologien. Die Teilnehmerinnen konnten zentrale physikalische Prinzipien selbst erleben und moderne Forschung greifbar machen. Dazu gehörten unter anderem:
- Optische Pinzetten: Atome werden mithilfe hochfokussierter Laserstrahlen eingefangen und gezielt manipuliert.
- Quantenradierer: Interferenzmuster werden mit Laserstrahlen auf einem optischen Tisch sichtbar gemacht und grundlegende Quanteneffekte anschaulich demonstriert.
- Quantenkryptographie: Es wurde vermittelt, wie sich mithilfe quantenphysikalischer Effekte sichere Schlüssel generieren lassen und welche Herausforderungen bei deren Sicherheit bestehen.
Der Tag war geprägt von Neugier, Entdeckergeist und intensiven Einblicken in Zukunftstechnologien. Es ist inspirierend zu sehen, mit welchem Interesse und welcher Begeisterung sich junge Frauen naturwissenschaftlichen Themen nähern, wenn sie die Möglichkeit bekommen, Forschung und Technologie praxisnah zu erleben.
Wir freuen uns darauf, weiterhin Initiativen zu unterstützen, die Vielfalt in MINT stärken und den Weg für die nächste Generation von Wissenschaftlerinnen, Entwicklerinnen und Gestalterinnen ebnen.