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Das war Quantum Future Academy 2026 in Hamburg

Eine Woche voller Wissen, Ideen und Begegnungen liegt hinter uns: Vom 23. bis 28. August 2026 hat die Quantum Future Academy (QFA) 30 Studierende, Promovierende und Postdocs aus ganz Deutschland nach Hamburg gebracht. Organisiert wurde die Woche von hqic gemeinsam mit dem VDI Technologiezentrum – gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Was als Programm begann, wurde zu einer gemeinsamen Erfahrung, die zeigte, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt und persönliche Verbindungen zusammengehören.

Stimmung ist von Anfang an am Kochen

Los ging es bewusst nicht im Hörsaal, sondern am gemeinsamen Tisch: Nach Ankunft verbrachten die Teilnehmenden den Sonntagabend in der Kochschule La Cocina, wo bei einem gemeinsamen Kochkurs und Welcome Dinner die ersten Verbindungen entstanden. Das schuf die Basis für eine Woche, die von offenem Austausch geprägt sein sollte.

Am Montag öffnete das Hamburger Quantenökosystem seine Türen: Bei der DLR Quantum Computing Initiative und NXP erhielten die Studierenden eine Einführung in Quantencomputing und Ionenfallen-QC. Es folgten Impulsvorträge der Start-ups eleQtron, Universal Quantum, ParityQC und von JIJ, die sich jüngst in Hamburg angesiedelt haben.

Blick hinter die Kulissen

Laborführungen machten Quantencomputer und Reinraumforschung greifbar. Anschließend warf NXPs Keynote zu Post-Quantenkryptografie die Frage auf, wie digitale Kommunikation in einer Welt leistungsfähiger Quantencomputer geschützt werden kann. Hier entstand eine spannende Diskussion, die auch bei der Stadtführung am Ende des Tages bei einigen Studierenden noch für Gesprächsstoff sorgte.

Am Dienstag ging es an die Universität Hamburg, ins Zentrum für Optische Quantentechnologien, ans MPSD und zu DESY. Vorträge zu Quantencomputern, Neutral-Atomen, sowie Laborführungen bei mehreren Arbeitsgruppen zeigten die Vielfalt aktueller Forschungsansätze. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Masterandinnen und Doktoranden. Sie gaben einen Einblick, wie die nächste Generation der Quanteninnovation tatsächlich entsteht und welche Qualifikationen helfen, diesen beruflichen Weg einzuschlagen. Nach Einblicken in Quantenmaterialien und photonische Quantentechnologien sowie einer Tour durch die HERA- und PETRA-Tunnel bei DESY ließ die Gruppe den Tag mit Blick auf den Hamburger Hafen ausklingen.

Quantensensorik und gemeinsames Rätseln

Am Mittwoch stand am DeepTech Campus die Quantensensorik im Mittelpunkt. Bastian Leykauf (Nomad Atomics) gab in seiner Keynote Einblicke in das Anwendungspotenzial der Technologie, bevor die Teilnehmenden im Rapid-Prototyping-Workshop gemeinsam mit Fraunhofer IAO und Quantum Open Innovation eigene Lösungsideen entwickelten. Der Abend endete beim Teambuilding in Form einer VR Sandbox experience und einem Pubquiz im Schrødingers – ein weiterer Beweis dafür, wie eng fachlicher Austausch und Gemeinschaft bei der QFA zusammengehören.

Der Donnerstag am Fraunhofer CML machte deutlich, wie Quantencomputing bereits heute reale Probleme löst: Martin Kliesch (TUHH) sprach über nutzbare Quantenvorteile, bevor es beim Projekt „Quantum Tug Scheduling“, gemeinsam mit Softpark und der Fairplay Towage Group, ganz konkret wurde: Die komplexe Logistik der Schlepper im Hamburger Hafen wird bereits quantenbasiert optimiert.

Feierlicher Abschluss in den Mozartsälen

Am Abend folgte der feierliche Höhepunkt der Woche: Bei der Abschlussveranstaltung in den Mozart Sälen präsentierten die Teilnehmenden ihre Workshop-Ergebnisse vor Jury und Publikum. Senatorin Maryam Blumenthal (BWFG), Bundesministerin Dorothee Bär (BMFTR) und Alois Krtil (CEO, hqic/ARIC) eröffneten den Abend. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Kerstin Borras (DESY), Dr. Christian Piltz (eleQtron), Dr. Bernhard Ihrig (BMFTR) und Alois Krtil, gab Feedback zu den Pitches. QFA-Alumni Luise Heiland, Lian Remme und Nayana Jalimarad Shankarappa berichteten von ihren eigenen Wegen in die Quantenbranche, bevor Zertifikate übergeben wurden und ein Networking-Dinner mit dem gesamten Ökosystem die Woche krönte.

Zum Abschluss ging es am Freitag im Digital Hub Logistics um Berufsorientierung: Mara Brinkmann (McKinsey), Anisa Rizvanolli (Fraunhofer CML), Christian Ertler (ParityQC) und Silvia Ferrante (Universität Hamburg) diskutierten unterschiedliche Karrierewege im Quantenökosystem. Im abschließenden Reflexions-Workshop blickten die Teilnehmenden auf eine Woche zurück, die aus einem Programm ein gemeinsames Erlebnis gemacht hatte.

Großer Dank an alle Beteiligten

Unser größter Dank gilt den 30 Studierenden für ihre Begeisterung, allen beteiligten Institutionen und Unternehmen sowie dem VDI Technologiezentrum und dem BMFTR für die Unterstützung. Und nicht zuletzt dem kleinen, aber unermüdlichen hqic-Team, das dieses umfassende Programm neben dem Tagesgeschäft auf die Beine gestellt hat: eine fantastische Leistung, die einmal mehr zeigt, dass „Short Ways, High Impact“ für unser Ökosystem mehr als ein Slogan ist.

Fotos von: Raphael Foidl